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Solarstrom an Nachbarn verkaufen: So funktioniert Energy Sharing

Solarstrom nicht einspeisen, sondern direkt an Nachbarn verkaufen: Energy Sharing nach §42c EnWG bringt 10–12 ct/kWh statt ~8 ct Einspeisevergütung. Schritt-für-Schritt erklärt.

07. June 2026 · Christian Schäfer

Das Problem: Überschussstrom bringt zu wenig

Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, kennt das Dilemma: Mittags scheint die Sonne, die Anlage produziert auf Hochtouren – aber niemand ist zuhause, der den Strom verbraucht. Also geht er ins Netz. Für gerade einmal ~8 ct/kWh Einspeisevergütung.

Gleichzeitig zahlt der Nachbar seinem Energieversorger über 30 ct/kWh für Strom aus dem Großmarkt – der zum Teil aus demselben Solarstrom besteht, den ihr gerade eingespeist habt.

Das klingt absurd. Und das ist es auch. Energy Sharing nach §42c EnWG löst dieses Problem.


Die Lösung: Direkt an Nachbarn verkaufen

Mit mojenergy verkauft ihr euren Überschussstrom direkt an Mitglieder eurer Energiegemeinschaft – ohne Stromhändler als Zwischenstufe. Der Community-Preis liegt typischerweise zwischen 10 und 12 ct/kWh – deutlich mehr als die gesetzliche Einspeisevergütung.

Rechenbeispiel:

VermarktungPreisJahreserlös Überschuss
Netzeinspeisung~8 ct/kWh~480 €
Energy Sharing Community12 ct/kWh~720 €
Mehrerlös+240 €/Jahr

Und das ohne jede zusätzliche Hardware – nur mit einem Smart Meter und mojenergy.


Schritt für Schritt: So verkauft ihr euren Solarstrom an Nachbarn

Schritt 1: Konto anlegen

Unter mojenergy.de/registrieren/ tragt ihr euch ein und sichert euren Frühzugang. Dauert zwei Minuten.

Schritt 2: Energiegemeinschaft anlegen

Als Erzeuger legt ihr eine neue Gemeinschaft an und bestimmt den Community-Preis. Ihr könnt den Preis jederzeit anpassen – er muss zwischen Einspeisevergütung und dem günstigsten verfügbaren Markttarif liegen.

Schritt 3: Nachbarn einladen

Schickt euren Nachbarn, der Familie oder Bekannten im gleichen Netzgebiet den Einladungslink. Sie legen ein Konto an, verbinden ihren Zähler – und schon läuft die Gemeinschaft.

Schritt 4: Zähler verbinden

Jedes Mitglied verbindet seinen Stromzähler über das Smart Meter Gateway (HAN-Schnittstelle nach BSI-Standard). Das iMSys liefert die viertelstündlichen Messwerte, die §42c EnWG vorschreibt.

Schritt 5: Automatisch abrechnen lassen

Ab jetzt läuft alles automatisch. mojenergy misst im 15-Minuten-Raster, ordnet den Strom zu und erstellt transparente Abrechnungen für alle Mitglieder. Ihr seht Erzeugung, Bezug und Erlöse in Echtzeit.


Wer kann mitmachen?

Jeder, der im Netzgebiet desselben Verteilnetzbetreibers angeschlossen ist. Im Odenwaldkreis ist das e-netz Südhessen – alle 12 Gemeinden des Landkreises können sofort starten.


Ein Beispiel aus dem Odenwaldkreis

Eine Familie aus Höchst im Odenwald betreibt eine 8 kWp-Anlage auf dem Dach. Tagsüber, wenn beide arbeiten, geht der Großteil ins Netz – für 8 ct/kWh. Seit Juni 2026 teilen sie ihren Überschuss mit zwei Nachbarhaushalten über mojenergy. Der Community-Preis: 12 ct/kWh.

Ergebnis im ersten Monat (Juni, Spitzenerzeugung): rund 15–20 € Mehreinnahmen gegenüber reiner Einspeisung – bei null Mehraufwand. Über das Jahr hochgerechnet summiert sich das auf 120–160 € zusätzlich. Die Nachbarn zahlen deutlich weniger als beim Grundversorger.


Was ihr euch nicht kümmern müsst

mojenergy übernimmt alle Formalitäten: Anmeldung beim Netzbetreiber (e-netz Südhessen), bilanzielle Zuordnung im 15-Minuten-Raster, laufende Abrechnungsmeldungen. Ihr legt los – die Plattform regelt den Rest.

Falls noch kein Smart Meter vorhanden: Die Beauftragung und Anmeldung bei e-netz Südhessen lässt sich über einen zugelassenen Elektrofachbetrieb vor Ort anstoßen. In den meisten Fällen ohne Vor-Ort-Termin erledigt.


Tipp: Ü20-Anlage? Jetzt ist der beste Zeitpunkt

Wer eine Solaranlage aus dem Jahr 2000–2005 betreibt, bekommt nach Ablauf der EEG-Förderung oft weniger als 5 ct/kWh Marktwert. Mit Energy Sharing springt ihr direkt auf 10–12 ct/kWh – ohne Umbau, ohne neue Hardware.

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